Burg Meersburg

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Hoch über dem Bodensee erhebt sich die älteste bewohnte BurgDeutschlands, in der auch die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff wohnte.

Ihre markante Ansicht macht die im 7. Jahrhundert von den Merowingern unter König Dagobert I. erbaute „Alte Burg“ zu einem Wahrzeichen der Region.

Während die Meersburg lange Zeit Sitz der Konstanzer Fürstbischöfe war – man kann die Wappen der Bischöfe beim Rundgang betrachten -, ging die Meersburg im 19. Jahrhundert an das Großherzogtum Baden über und wurde später von Joseph von Laßberg erworben.

Seitdem ist die Burg bis heute in Privatbesitz der Nachfahren des Münchners Karl Mayer von Mayerfels, welcher die Meersburg 1877 gekauft hatte, um dort ein Mittelalter-Museum einzurichten und dient – neben dem für Besucher zugänglichen Museum – den Erben als Wohnsitz.

Weitere Informationen zur Geschichte findet mal auch auf der Wikipedia Seite zur Burg Meersburg.

Zusätzlich zum Museumsrundgang finden von April bis November Turmbesteigungen des Dagobertturms, dem Bergfried der Meersburg statt. Es ist der älteste und höchste  Turm der Meersburg, von dem man einen unvergesslichen Blick auf die Stadt, den See und die Alpen hat.

Anreise

Die Anreise zur Burg Meersburg ist hier über Land oder per Fähre möglich. Sowohl oberhalb der Burg Meersburg finden sich zahlreiche kostenpflichtige Parkmöglichkeiten, als auch unten an der Fähranlegestelle gibt es einen großen kostenpflichtigen Parkplatz sowie ein Parkhaus.

Eine Anfahrtsbeschreibung findet man auf der Seite der Stadt Meersburg, da die offizielle Seite der Burg Meersburg zur Zeit etwas veraltet ist und nur einige grundlegende Informationen bietet.

An sonnigen Tagen und vor allem am Wochenende sollte man entweder schon am Vormittag oder Mittag nach Meersburg fahren oder viel Geduld bei der Parkplatzsuche mitbringen, da die Stadt mit ihren vielen Angeboten und Fachwerkhäusern sowie gut besuchten Uferpromenade und der Burg ein sehr beliebtes Ausflugsziel ist.

Adresse: Burg Meersburg, Schloßplatz 10, 88709 Meersburg; im Navigationsgerät jedoch einen Parkplatz in der Nähe der Altstadt eingeben, z. B. Unteruhldinger Straße 1

Eintritt: Öffnungszeiten & Preise

Der Eintrittspreis scheint hoch, jedoch muss man hier berücksichtigen, dass die Burg komplett privat unterhalten wird. Auch wenn der Besitzer nichts verlauten lässt, wurde mal ein Vergleich mit einer von der Größe ähnlichen Burg angestellt und deren Unterhaltskosten beliefen sich auf damals noch 40 Millionen Deutsche Mark in 30 Jahren.

Ausrüstung

  • evtl. ein Weitwinkelobjektiv ab 18mm oder weniger
  • lichtstarke Kamera mit guten ISO-Werten
  • lichtstarkes Objektiv 1:1.8 oder besser

Fotografieren

Die Besitzer der Burg Meersburg sind sehr großzügig, was das Fotografieren innerhalb des Gebäudes angeht. Fast überall darf fotografiert werden, lediglich in wenigen Räumen ist entweder das Blitzen nicht erlaubt und nur in wenigen Räumen wie der Folterkammer ist das Fotografieren grundsätzlich verboten.

Somit bieten sich mehr als 30 eingerichtete Räume wie die alte Burgküche, die Dürnitz, der Palas, die Waffenhalle, Rittersaal und Brunnenstube, Burgverlies, Stall, Nordbastion und vieles mehr zum Erkunden und Fotografieren an. Allerdings veröffentliche ich hier keine Innenaufnahmen, da ich aufgrund einer fehlenden E-Mail-Adresse leider keine Erlaubnis einholen konnte.

In den Jahren 1841 bis 1848 lebte die berühmte deutsche Dichterin Annette von Droste-Hülshoff während ihrer Aufenthalte am Bodensee auf der Meersburg, wo sie schließlich verstarb. Auch ihre Räume sind Teil des Rundgangs und können fotografiert werden.

Das Fotografieren ist in der Meersburg jedoch eine kleine Herausforderung. Ich bin mir nicht sicher, ob Stative erlaubt sind, da sie ohnehin in den teilweise kleinen Räumen und Durchgängen auch für die anderen Besucher störend wären, denn hat man mit zwei Dingen zu kämpfen: Dunklen Räumen und Gegenlicht durch die kleinen Fenster der Burg.

Von einer Handykamera oder günstigen Kompaktkamera kann man deswegen abraten.

Man muss je nach Wetter und daraus resultierendem Lichteinfall im Gebäude in jedem Raum neu die Balance zwischen Belichtungszeit und ISO-Wert sowie Belichtungskorrektur von teilweise +1/3 bis +2 Blenden finden.

Hier hilft ein lichtstarkes Objektiv 1:1.8 oder besser und die Blende komplett in der Blendenvorwahl (Zeitautomatik) zu öffnen, sowie den ISO so hoch wie möglich bzw. vertretbar hochzuziehen, um verwacklungsfreie Aufnahmen zu erhalten.

Und wie bereits erwähnt sollte man he nach Szenerie prüfen, ob man die Belichtungskorrektur nutzt, da die Lichtsituation und Farben der Burg bei Nutzung der Kamera-Automatik fast immer zu einer Unterbelichtung der Bilder führen würden.

Bei gutem Wetter und an warmen Tagen sind zudem die Burgfenster geöffnet, was sich prima für tolle Landschaftsaufnahmen aus der Höhe in Richtung des Bodensees und der Alpen nutzen lässt.

Es lohnt sich im Zuge des Besuchs der Burg auch die Altstadt zu erkunden und unter anderem das Neue Schloss gegenüber der Burg, die Schlossmühle weiter unterhalb und Omas Kaufhaus in der Altstadt oder die Uferpromenade zu besuchen.

Die Tipps zur Burg Meersburg im Überblick

  • evtl. ein Weitwinkelobjektiv ab 18mm oder weniger
  • lichtstarke Kamera mit guten ISO-Werten
  • lichtstarkes Objektiv 1:1.8 oder besser
  • offene Blende & Blendenvorwahl (Zeitautomatik)
  • möglichst hoher ISO-Wert
  • Belichtungskorrektur von +1/3 bis +2 bei Bedarf
  • Serienbildfunktion nutzen
  • die Fenster der Burg für Landschaftsbilder nutzen
  • Umgebung und Altstadt erkunden

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1 Kommentar

  • Hallo!

    Danke für die hilfreichen Ratschläge und die schönen Fotos. Bei Interesse an zwei Innenaufnahmen des Rittersaals und einer des Burggartens der Burg Meersburg kann gerne mal auf meiner Webseite vorbeigeschaut werden. Ich hatte das Glück, um Erlaubnis fragen zu können.

    Viele Grüße, Simon

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